<html><head><title>Solidarischer Lerndienst in Chichigalpa, Nicaragua 1996</title></head>
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<h2 align="center">Das Projekt</h2>
<h4 align="center">Nicaragua</h4>
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<img border="1" hspace="10" vspace="10" SRC="janpix/revolution.jpg" Align="left" WIDTH="167" HEIGHT="151">Nachdem sich das Volk von Nicaragua 1979 von einer der längsten Diktaturen Lateinamerikas befreit hatte, tobte in weiten Teilen des Landes die Auseinandersetzung mit der von den Vereinigten Staaten finanzierten Contra-Bewegung. Der Bürgerkrieg kostete nicht nur viele Menschenleben, sondern brachte auch enorme Schäden in der Infrastruktur. Statt sich auf die Verbesserung der Lebensverhältnisse konzentrieren zu können, war die sandinistische Regierung gezwungen, einen Großteil des Staatshaushaltes für das Militär auszugeben.
Nach dem überraschenden Wahlsieg der Opposition im Jahre 1990 hat sich die Lage verändert. Nachdem die neue Regierung auf Drängen der Weltbank eine Währungsreform durchgeführt hatte und die wirtschaftlichen Beschränkungen aufhob, wurde die Unterstützung der Contras eingestellt.<p>

Die Situation im Lande ist jedoch schlimmer als je zuvor: Die Industrie spielt in Nicaragua nach wie vor eine untergeordnete Rolle, mehr als ein Drittel der Bevölkerung arbeitet in der Landwirtschaft. Der Verfall der Weltmarktpreise für Baumwolle und die Überwindung der neokolonialen Verflechtung mit den USA haben das Land empfindlich geschwächt.<p>
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<img border="1" SRC="janpix/nicaraguaV.jpg" WIDTH="198" HEIGHT="125"><p>
Der Lebensraum in Nicaragua wird zunehmend von Umweltproblemen bedroht: Die Wasservorräte sind zu 75% durch Abwässer verschmutzt. Die Monokultur der Baumwolle führte zum Unfruchtbarwerden des Bodens und damit zu erheblichen Brandrodungen. Jährlich wurden in Nicaragua etwa 150.000 Hektar tropischen Regenwalds abgeholzt, während nur etwa 1000 Hektar wieder aufgeforstet wurden. Die Zahl der Gewässer, die während der Trockenzeit versiegen wächst und verschärft damit das Problem der Wasserversorgung in Stadt und Land.<p>

<img border="1" hspace="10" vspace="10" SRC="janpix/nicaraguaIII.jpg" Align="Right" WIDTH="156" HEIGHT="174">Den größten Bevölkerungsanteil stellen heute die Kinder im Alter von bis zu vier Jahren, knapp die Hälfte der Nicaraguaner ist unter 15 Jahre alt. Kinderarbeit ist in Nicaragua deshalb normal, viele Familien könnten ohne die Mithilfe aller Mitglieder von Kindesbeinen an nicht überleben. Viele der arbeitenden Kinder leben ohne eigenes Zuhause verwahrlost auf der Straße.<p>

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